Frage: Was gefährdet einen Briefzusteller bei seiner Arbeit?
Frank Jarosch: Also die größten Gefährdungen. In der Innenstadt sind es meistens Ein- und Ausfahrten auf den Grundstücken. Im Winter natürlich die Glätte, wobei die Innenstadt noch relativ gut geräumt wird. Auf den Außenbereichen ist es wirklich sehr glatt. Die Straßen, Fußwege, Kopfsteinpflaster sind auch im Herbst ziemlich gefährlich. Durch das Laub, durch die Nässe. Also da gibt es schon einige Sachen und vor allen Dingen auch Hunde auf den Grundstücken, die selbst bis zu den Briefkästen kommen und dann ihre Pfoten darauf legen. Und das ist für den Zusteller nicht wirklich angenehm.
Frage: Wie geht man damit um?
Frank Jarosch: Ja, also wenn der Hund seine Pfoten oben drauflegt, dann nimmt man die Post wieder mit und geht. Macht einen Vermerk davon und dann muss sich der Hundebesitzer kümmern, dass er irgendwie den Hund in Griff kriegt. Und sonst kriegt er keine Post von uns. Na ja und bei Laub und Nässe kann man nicht viel machen. auf dem Land verteilt man dann langsamer bei Glatteis oder bei Blitzeis, da wird dann mehr geschoben, als dass man überhaupt fahren kann. Das ist mit einem schweren Fahrrad natürlich auch nicht sehr angenehm, aber sicherer, als wenn man jetzt wirklich auf dem Eis fahren würde.
Frage: Und im Straßenverkehr – worauf muss man da achten?
Frank Jarosch: Na ja, Autofahrer geht immer noch, dadurch, dass wir viel auf dem Fußweg fahren, weil ja die Briefkästen an den Häusern sind. Aber Fußgänger reagieren dann nicht sehr erfreut, weil den Radweg können wir nicht nutzen, dann kommen wir nicht an die Briefkästen ran. Wir können natürlich auch gerne Fahrrad schieben. Dauert alles viel länger, würden wir natürlich unsere Zeit nicht einhalten. Autofahrer sind meistens in Kreuzungsbereichen, wo dann wirklich einer versucht noch loszufahren selbst bei einer roten Ampel. Manche versuchen noch rüber zu fahren, und dann wird es doch schwieriger für uns.
Frage: Worauf prüfen Sie Ihr Rad, bevor Sie losfahren?
Frank Jarosch: Wir werden ja regelmäßig von einer Firma aus Berlin besucht, die dann sozusagen die Fahrräder wartet. Also intervallmäßig. Selbst können wir nur machen, dass wir jetzt in der nassen Jahreszeit halt die Fahrräder dann bürsten, wenn sie halt schmutzig sind. Die Kette ölen brauchen wir nicht mal, die meisten haben Zahnriemen. Der wird dann auch von der Firma gepflegt. Ja, also eigentlich ja nur auf Sauberkeit achten und natürlich vorher mal gucken: Brennt das Licht, funktionieren die Bremsen? Wenn nicht, dann Bescheid sagen. Also das wäre das ja, was wir machen können.